Theater Wolfsburg

NEWS

Stand der Sanierung Vorhang fürs Weihnachtsmärchen bemalen

am 18. und 19. November 2017

Wege zur Kunst. Eine Vermittlungsreihe

Vier Vorträge und eine Reise in Kooperation zwischen Scharoun Theater, Theaterring und phaeno

Ausstellung: „Hans Scharoun – Architekt und Stadtplaner“

10. September bis 13. Oktober 2017 im Scharoun Theater Wolfsburg

Alfons - Das Geheimnis meiner Schönheit am Sa, 30.09. um 20.00 Uhr

Comedy, Kabarett und anrührende Momente - NEU IM PROGRAMM!

Helfen Sie ganz im Sinne Scharouns ...

T-Shirts und Schals mit Motiven des Architekten Hans Scharouns als Beitrag zur Rettung seines...

17. Deutsche Landesbühnentage 2017 im Scharoun Theater Wolfsburg

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Wege zur Kunst. Eine Vermittlungsreihe

Vier Vorträge und eine Reise in Kooperation zwischen Scharoun Theater, Theaterring und phaeno

WEGE ZUR KUNST ist eine Vermittlungsreihe, die als Erweiterung des Musikvermittlungsprogramms der Konzertreihe des Scharoun Theaters Wolfsburg angeboten wird. Dabei werden insbesondere Vergleiche zwischen den Kunstformen Musik, Bildender Kunst und Architektur angestellt, um Form und Gehalt von Kunstwerken innerhalb des kulturellen Gesamtkontextes verstehen und einordnen zu können. Angeboten werden vier Vorträge im phaeno sowie eine Kunstreise.

Vortrag 1.  24. September 2017, 11.00 Uhr

Musik und Architektur
Ein Beitrag zu den gemeinsamen Theorieansätzen in der Musik und der Architektur zu Beginn der Neuzeit. Die Überlegungen zum Wesen musikalischer Harmonie, die von wichtigen Philosophen der griechischen Antike angestellt wurden, sind in der italienischen Renaissance durch Leon Battista Alberti wieder aufgenommen und neu bewertet worden. Die messbaren Teilungsverhältnisse von schwingenden Saiten und Röhren wurden zur Gestaltungsgrundlage architektonischer Proportionen. Ganze Fassaden und Stadtlandschaften sind so entwickelt worden. Näher betrachtet wird die Gestaltung der Fassaden des Palazzo Rucellai und der Kirche Santa Maria Novella in Florenz. Daneben wird die Motette „Nuper rosarum flores“ analysiert, die anlässlich der Einweihung der Kuppel des Florentiner von Guillaume Dufay komponiert wurde. Die Komposition gibt die Proportionen des Kuppelbaus wieder, die nach mathematischen Grundlagen des Goldenen Schnittes von Filippo Brunelleschi festgelegt wurden. Der Vortrag untersucht auch Vergleichbarkeiten in der Entwicklung der architektonischen und musikalischen Stilepochen von der Antike bis zum Beginn der architektonischen Moderne im 20. Jahrhundert.

Vortrag 2.  03. Dezember 2017, 11.00 Uhr

Sonntagskind
Anmerkungen zu dem Komponisten und Dirigenten Richard Strauss, dessen Tondichtung „Eine Alpensinfonie“ im Rahmen der Wolfsburger Konzertreihe des Scharoun Theaters im Januar 2018 gespielt wird. Der im Jahr 1864 geborene Musiker und zeitweilige Weggefährte Gustav Mahlers war eine der prägenden Musiker- und Künstlerpersönlichkeiten des ausgehenden 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Tondichtungen wie „ Don Juan“, Don Quixote“ und „Also sprach Zarathustra“ machten den aufstrebenden Dirigenten schnell als Komponisten bekannt. Die Opern „Salome“, „Elektra“ und „ Der Rosenkavalier“ verhalfen ihm vor dem ersten Weltkrieg zu Weltruhm und hohem Ansehen. Der später durch sein Verhalten in der Zeit des Nationalsozialismus ins Zwielicht geratene Tonsetzer pflegte gewissermaßen nebenbei, wie kein zweiter Komponist, das musikalische Selbstporträt in seinen sinfonischen Tondichtungen und Opern. Der Vortrag untersucht diesbezüglich die Werke „Ein Heldenleben“, „Sinfonia domestica“, „Till Eulenspiegels lustige Streiche“, „Intermezzo“, „Tod und Verklärung“ , und „Vier letzte Lieder“. Thomas Mann bezeichnete Richard Strauss als „Kegelschiebendes Sonntagskind der Kunst“.

Vortrag 3.  21. Januar 2018, 11.00 Uhr

Botticellis neue Sinnlichkeit
Ein Beitrag zu Aspekten der Entwicklung des künstlerischen Selbstbewusstseins im Florenz des 15. Jahrhunderts vor dem Hintergrund der Ideenwelt des Philosophen Giovanni Pico della Mirandola und der Gesellschaftskritik des Dominikaners und Bußpredigers Girolamo Savonarola. Analysiert werden, neben anderen Werken, die Gemälde „Primavera - Frühling“ und „La Nascita di venere - Geburt der Venus“ von Alessandro Botticelli. Dabei geht es im Besonderen um die Darstellung der Bildbezüge zu den sozialen und politischen Verhältnissen, in denen sich Auftraggeber aus der Medici-Familie im Florenz des 15. Jahrhundert befanden. Diesbezüglich ist die Frage nach der Eigenständigkeit der Gestaltungsmöglichkeiten des Künstlers zu stellen, die sich als Ausdruck eines erstaunlichen Anspruchs in manchen Bildern Botticellis nachweisen lässt. Betrachtet wird auch die Vertonung der drei genannten Bilder durch den italienischen Expressionisten Ottorino Respighi in der sinfonischen Suite „Trittico  Botticelliano“, die als musikalischer Diskussionsbeitrag zur Analyse der Bilder verstanden werden kann. Die Komposition wird in der kommenden Saison im Scharoun Theater gespielt.

Vortrag 4.  22. April 2018, 11.00 Uhr

Architektur für die neue Hauptstadt
Der Vortrag befasst sich mit den Berliner Bauten, die im letzten Jahrzehnt des 20.Jahrhunderts geplant und gebaut worden sind und dient nebenbei auch der Vorbereitung der Kunstreise (Juni 2018) nach Berlin. Betrachtet wird das Kernstück der Hauptstadtarchitektur, das sogenannte „Band des Bundes“, das mit dem Bundeskanzleramt von Axel Schultes und dem Abgeordnetenhaus von Stefan Braunfels zweimal die Spree „überspringt“ und eine deutliche Abkehr von der architektonischen Bonner Nachkriegs- zurückhaltung erkennbar werden lässt. Auch die repräsentativen Neubauten der Botschaften und Landesvertretungen werden in den Blick genommen und hinsichtlich ihrer Bedeutung als „Sammlung“ von Baukunstwerken einen breit aufgestellten internationalen Architektenschaft untersucht. Daneben wird eine Bewertung die Neubebauung der Friedrichstraße in Berlin Mitte versucht. Näher werden außerdem bedeutende architektonische Solitäre wie das „Jüdische Museum“ von Daniel Libeskind, das Photonik-Zentrum und das GSW-Hochhaus von Matthias Sauerbruch und Louisa Hutton sowie das architektonisch besonders herausragende Treptower Krematorium von Axel Schultes und Charlotte Frank erläutert und eingeordnet.

Die Reise  15.-17. Juni 2018

Berlin – Die Hauptstadtarchitektur der 1990er Jahre und der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts Nähere Informationen und Anmeldungen ab Oktober per E-Mail unter Misenus@t-online.de oder telefonisch 0171 / 83 69 485.

Die Vorträge werden von dem Orchesterdirektor, Konzertmanager und Kunstvermittler Martin Weller gehalten.

Die Vortrage finden statt im

phaeno gGmbH
Willy-Brandt-Platz 1
38440 Wolfsburg
Direkt am Hauptbahnhof Wolfsburg

Karteninfo

Der Online-Kartenverkauf für die Spielzeit 2017/2018 startet am 01. September 2017!
Richten Sie Ihre Kartenwünsche bitte an karten@theater.wolfsburg.de oder telefonisch an 05361 2673-38.