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Gerhard Marcks: Holzschnitte

Ausstellung vom 14. April bis 14. Juni 2018 im Foyer des Scharoun Theaters

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Gerhard Marcks: Holzschnitte

Ausstellung vom 14. April bis 14. Juni 2018 im Foyer des Scharoun Theaters

Verehrte Theatergäste,

In Kooperation mit dem Gerhard-Marcks-Haus in Bremen ist es uns gelungen, im Rahmen einer Ausstellung das Augenmerk auf das Grafische Werk des berühmten deutschen Bildhauers des 20. Jahrhunderts Gerhard Marcks (1889-1981) zu richten. Das Gerhard-Marcks-Haus Bremen und private Sammler präsentieren im Foyer 22 Holzschnitte und die Skulptur „Kniender Jüngling“. Neben seinen bildhauerischen Arbeiten fertigte Gerhard Marcks Holzschnitte und später auch Lithografien an. Die grafischen Werke, vorwiegend Modell- und Landschaftsstudien, sind besonders geprägt durch seine zahlreichen Reisen ins Ausland. Insbesondere der Holzschnitt kam Gerhard Marcks durch das Material sowie der Bildhauerei nahestehenden strengen Konzeption in der Ausführung entgegen.

Die Werke können zu den regulären Öffnungszeiten im Theater (1 Stunde vor Vorstellungsbeginn und bis 1 Stunde nach Vorstellungsende; nur mit gültiger Eintrittskarte) besichtigt werden.

Schon als Schüler illustriert Gerhard Marcks selbstgeschriebene Indianergeschichten und zeichnet die Tiere im Zoo. Er beschließt Bildhauer zu werden, lehnt aber die Ausbildung an der Akademie ab und zieht in das Atelier des zehn Jahre älteren Malers und Bildhauers Richard Scheibe.

Früh beteiligt sich Marcks mit Kleinbronzen, vor allem mit Tierfiguren – der Tierplastiker August Gaul ist sein Vorbild – an den Ausstellungen der Berliner Secession. Gemeinsam mit Scheibe betreibt Marcks Anatomie- und Aktstudien. Der Aufbau des menschlichen Körpers steht im Mittelpunkt. Die Stehenden, Liegenden oder Sitzenden haben kein Thema, sie zeigen den Menschen in seiner natürlichen Bewegung.

1914 heiratet er Maria Schmidtlein, noch am gleichen Tag wird er als Soldat an die Westfront geschickt. Im Winter kommt er schwerkrank aus dem Krieg zurück. Ab 1915 besucht er erstmals Unterwurflehen, ein bäuerliches Anwesen auf dem Obersalzberg, das sich im Besitz der Familie seiner Ehefrau befindet.

Im Rückblick beschreibt er seine regelmäßigen Besuche im Berchtesgadener Land zwischen 1915 bis 1932 als Fahrten ins Paradies. Zahlreiche Zeichnungen entstehen auf dem Berg; Figuren- und Landschaftsstudien, die Vorlagen für bildhauerische Werke, Holzschnitte und Radierungen werden.

Grafiken

Am Bauhaus entdeckte Marcks 1919 die Technik des Holzschnitts. Angeregt durch die mittelalterliche Kunst und durch seinen Kollegen Lyonel Feininger setzte der Künstler sich intensiv mit den Möglichkeiten des Mediums auseinander. Drei ästhetische Entscheidungen waren dabei wichtig. Erstens ging es Marcks darum, neben seiner Tätigkeit als Lehrer und Bildhauer frei experimentieren zu können. Zweitens ist der Holzschnitt eine relativ einfache Technik, mit der ein Künstler ohne aufwändige technische Hilfsmittel arbeiten kann. Dies entsprach Marcks‘ damaligen Vorstellungen von der Verbindung zwischen Handwerk und Kunst. Über Jahre erarbeitete er sich eine eigene unverwechselbare Sprache zwischen Linien – und Flächenholzschnitt. Drittens zwingt die Technik zu einer vereinfachten Bildsprache, wie Marcks – und viele seiner Zeitgenossen – sie suchten. Dabei ging es darum, diese neue Form in der Auseinandersetzung mit dem Material zu finden. Mit dem Abschied von dem Bauhaus hört die Beschäftigung mit der Technik Holzschnitt vorerst auf. Zwischen 1925 und 1935 konzentriert der Künstler sich auf die Bildhauerei, entdeckt in diesen Jahren auch die Techniken Radierung und Lithografie, die eine größere Nähe zu seinen Zeichnungen besitzen.

Seit den späten 1920er-Jahren überlegt Marcks einen Holzschnittzyklus zu fertigen. Inspiration dazu ist Aristide Maillol und während der französische Bildhauer arkadische Hirtenszenen schuf, entwickelt Marcks eine Reihe um die tragische Gestalt des Orpheus, die 1947 erscheint. Für Marcks wird der Holzschnitt zum zentralen Medium, wenn es darum geht, Geschichten zu erzählen; genau das, was er in der Bildhauerei verabscheut.

In den späten 1960er-Jahren beschäftigt sich der Künstler verstärkt mit dem Medium der Lithografie. Während der Holzschnitt von scharfen Kontrasten bestimmt wird, ermöglicht das Zeichnen auf Kreidestein oder Zink weiche Übergänge. Genauso wie im Fall der Holzschnitte fünfzig Jahre früher, entwickelt er Blatt für Blatt seine eigene Technik.

weitere Informationen finden Sie unter marcks.de/de/museum/gerhard-marcks/

Karteninfo

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