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Offener Brief Dezember 2020

Liebes Publikum, liebe Freund:innen des Scharoun Theaters, liebe Wolfsburger:innen,

die in dieser Woche beschlossene Verlängerung des Lockdowns möchten wir als Theatermacher:innen als Gelegenheit nutzen, Ihnen unsere Gedanken mitzuteilen und einen Ausblick auf das nächste Jahr zu wagen. Letzteres wird sicher nicht einfach sein, denn nach den Erfahrungen des Jahres 2020 ist jeder Blick nach vorne mit Vorsicht zu genießen.

Zu allererst möchten wir uns aber bedanken:

Dafür, dass Sie, unser Publikum, uns die Treue gehalten haben. Dass Sie uns immer wieder darin bestärkt haben, das Theater zu öffnen, Kultur in dieser Stadt anzubieten, auch wenn es nur vom 18. September bis zum 31. Oktober 2020 gelungen ist. In dieser kurzen Zeit haben wir erleben dürfen, wie sehr sich alle Beteiligten, Sie als unser Gast, die Künstler:innen und auch wir uns danach gesehnt haben, im Theater miteinander Zeit zu verbringen. Das fehlt uns allen nun wieder so schmerzhaft.

Bedanken möchten wir uns auch für die überwältigende Spendenbereitschaft unseres Publikums. Viele von Ihnen haben die angebotenen Gutscheine für ausgefallene Vorstellungen an das Theater gespendet. So ist bis heute die wunderbare Summe von 21.000 Euro zusammengekommen.

Dieses Jahr war sicherlich das schwierigste Jahr für viele von uns. Eine große Unsicherheit hat sich breitgemacht, und das nicht nur im Theater, sondern in allen Bereichen der Gesellschaft. Diese Unsicherheit ist spürbar bis in engste Freundschaften und in die Familien hinein. Es geht momentan in erster Linie um die Gesundheit, es geht um das Leben und die berufliche bzw. wirtschaftliche Existenz vieler von uns überall im Land.

Wir als Theaterleute verstehen die Notwendigkeit verschiedener Maßnahmen, um dieser Pandemie Einhalt zu gebieten und uns alle zu schützen. Wir tragen alle diese Maßnahmen selbstverständlich mit. Seit dem Frühjahr arbeiten wir permanent an Konzepten, um für die Sicherheit und Gesundheit unserer Zuschauer:innen, der Künstler:innen und nicht zuletzt auch unserer Mitarbeiter:innen Sorge zu tragen. Nichts haben wir leichtfertig „durchgezogen“, jeden Gedanken mehrmals gedacht, verworfen und schlussendlich weiterentwickelt. Dies werden wir auch in Zukunft weiterhin so handhaben. Die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und der Stadt Wolfsburg ist sehr eng, pragmatisch und vertrauensvoll. Auch hierfür möchten wir uns bedanken.

Dennoch fehlt uns das Verständnis dafür, dass wir mit vielen anderen Einrichtungen des öffentlichen Lebens, in denen die Sicherheitsvorkehrungen nicht oder wesentlich geringer umgesetzt worden sind, gleichgesetzt werden. Das Scharoun Theater bietet hinsichtlich der umgesetzten Hygiene- und Abstandsregelungen beste Voraussetzungen, um für eine bestimmte Anzahl von Zuschauer:innen das Haus offen zu halten.

Eine Kultureinrichtung wie das Scharoun Theater kann nicht ohne Weiteres unter dem Begriff einer „Freizeiteinrichtung“ subsumiert werden.  Wir sind eine Bildungseinrichtung und haben einen klaren Kulturauftrag. In diesen Punkten hätte unseres Erachtens eine stärkere Differenzierung insbesondere hinsichtlich der Berücksichtigung der umgesetzten Maßnahmen stattfinden müssen.

Wir hoffen, unsere Türen bald wieder für Sie öffnen zu dürfen, eine Prognose über den Zeitpunkt und die dann geltenden Rahmenbedingungen können wir aber leider nicht abgeben.

Die Künstler:innen wollen auf die Bühne zurück und sie müssen es auch, denn für sie geht es um ihre wirtschaftliche Existenz. Hierin wollen wir unseren Verpflichtungen nachkommen und sie möglichst bald wieder spielen lassen. Bisher ausgefallene Vorstellungen versuchen wir bestmöglich in die nächste Spielzeit zu übernehmen, um auch finanzielle Verluste kompensieren zu können.

Die Auswirkungen dieser Pandemie werden wir noch lange spüren. Selbst wenn wir das Theater wieder voll bespielen dürften, wird sich der Spielplan verändern. Es ist für uns zum Bespiel sehr schwierig, mit unseren internationalen Partnern zurzeit Terminabsprachen zu treffen. Auch unsere hiesigen Partner, mit denen wir schon lange zusammenarbeiten, wissen oft nicht, wie es ab der Spielzeit 2021/2022 weitergehen wird. Dennoch werden Sie auch in den nächsten Jahren viele exzellente Künstler:innen und Ensembles bei uns sehen. Das können wir Ihnen an dieser Stelle schon versprechen.

Zu guter Letzt können wir Sie nur nochmals ermutigen, dem Theater treu zu bleiben. Besuchen Sie uns wieder, sobald es geht. Wir haben immer gesagt, dass wir unser Theater als zutiefst sozialen Ort verstehen. Ein Ort, an dem wir uns begegnen, ein gemeinsames Erleben teilen, darüber sprechen, diskutieren und vielleicht auch streiten. Aber genau das unterscheidet eben eine Kultureinrichtung von einer Freizeiteinrichtung. Wir sind dafür da, den Diskurs zu stärken. Wir sind Teil eines breiten gemeinschaftlichen Fundaments, auf dem wir alle stehen. Kultur ist der Kitt unserer Gesellschaft – und er ist wichtiger denn je.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie eine besinnliche Adventszeit und ein zufriedenes Weihnachtsfest zusammen mit denjenigen Menschen, die Ihnen am Herzen liegen.

Kommen Sie gut in das neue Jahr 2021, auch wenn es diesmal sicherlich etwas stiller geschehen wird. Und vor allem: Bleiben Sie gesund!

 

Wir sehen uns wieder in Ihrem Scharoun Theater Wolfsburg.

Dirk Lattemann / Bernd Upadek / Iris Wiengerter / Frank Deterding / Christian Mädler / Johanna Möhring

Und das gesamte Team des Scharoun Theaters

Karteninfo

Karten erhalten Sie per:

Theaterkasse: Di-Fr 10-18 Uhr und Sa 10-14 Uhr, Porschestraße 41D

Mail: karten@theater.wolfsburg.de

Tel. 05361 2673-38.

Der Online-Kartenverkauf ist aufgrund der Corona-Pandemie eingeschränkt. Um die Abstandsregelung (1 m) einhalten zu können, ist eine Platzierung durch unsere Theaterkasse erforderlich.

Wir hoffen, Ihnen diesen Service so schnell wie möglich wieder anbieten zu können.