Theater Wolfsburg

Don Quijote

Schauspiel von Jakob Nolte nach Miguel de Cervantes

Nach der Lektüre unzähliger Ritterromane ernennt sich ein verarmter Junker selbst zu Don Quijote von La Mancha und überträgt sich die ehrenvolle Aufgabe, seine Mitmenschen gegen das Böse zu verteidigen und ein neues Goldenes Zeitalter aufleben zu lassen. Er findet im nur scheinbar naiven Sancho Panza einen treuen Knappen und begibt sich mit ihm auf die Reise, um ein einfaches Bauernmädchen alias Dulcinea von Toboso zu beeindrucken. Ihre Heldentaten enden meist in brutalen Niederlagen, weshalb Don Quijote alsbald den Beinamen „Der Ritter von der traurigen Gestalt“ erhält. Und auch mit Sancho Panzas Traum, der sich als zukünftiger Herrscher eines Eilands sieht, will es nicht so recht was werden. Doch ihre Vorstellungskraft bleibt unbesiegt: Sie scheitern, stehen wieder auf und kämpfen weiter gegen Windmühlen.

Miguel de Cervantes sitzt nach einem bewegten Leben im Gefängnis, als er beginnt, den ersten Teil eines Romans zu schreiben, der 1605 den Anbruch der literarischen Moderne bedeutet. Es ist ein  Anschreiben gegen die Fesseln der Realität, denn mit Don Quijote erfindet er einen maßlos kreativen Phantasten, der aber erst durch seinen viel pragmatischeren Spielgefährten Sancho Panza überhaupt Identität erlangt. Bis heute hat das wahnwitzige Paar Ikonenstatus und schultert in dieser Erstaufführung der Fassung von Jakob Nolte seine (imaginierten) Abenteuer ganz allein.

„Zum Theaterereignis wird der … Abend aber letztlich durch die Persönlichkeiten und die überwältigende Bühnenpräsenz der beiden Darsteller: Ulrich Matthes als Don Quijote und Wolfram Koch als  Sancho Panza. … Zusammen bilden sie ein Paar, das liebevoll und respektvoll miteinander umgeht,  bis dass der Tod des Ritters sie scheidet. Wenn der Wahn den Ritter zu Fall bringt, hilft ihm der Knappe wieder hoch. Rührend komisch ist diese Konstellation oder komisch berührend. Oder noch besser  gesagt: ganz einfach hinreißend.“ (Theater der Zeit, Dominique Spirgi, 04.09.2019)

„Inszeniert hat Jan Bosse mit zwei herrlichen Schauspielern, Ulrich Matthes und Wolfram Koch, mehr braucht es nicht, die beiden sind eine Welt zu zweit.“ (Egbert Tholl, Süddeutsche Zeitung 21.07.2019)

„Hier sind zwei Großschauspieler in Bestform zu erleben, komisch und tieftraurig, tollkühn und tragisch, die aus dem Nichts eine ganze Welt erfinden.“ (Berliner Morgenpost, Katrin Pauly, 14.10.2019)

Mit Ulrich Matthes und Wolfram Koch

Inszenierung: Jan Bosse

Hier können Sie sich einen Trailer zur Vorstellung ansehen >>

Deutsches Theater Berlin

Bildnachweis: Arno Declair

Termine Spielort Karten
Fr 08.01.2021
um 20.00 Uhr
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Sa 09.01.2021
um 19.00 Uhr
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