Theater Wolfsburg

Die Prinzessin von Trapezunt

Operette von Jacques Offenbach

Alles Narren! Eine verrückte Familie aus Artisten, Gauklern und Clowns gewinnt auf einem Jahrmarkt ein eigenes herrschaftliches Schloss und lässt das klägliche Schausteller-Dasein hinter sich, um sich einem Leben als hochgeborene (Neu-)Adelige zu widmen. Doch Adel verpflichtet – und so entspannt sich in Jacques Offenbachs Operette ein mit berauschenden Musiknummern gespickter Reigen an wilden Sehnsüchten, leidenschaftlichen Liebesverwirrungen und urkomischen Verwechslungen rund um die titelgebende Wachsfigur.

Die 1869 uraufgeführte „Prinzessin von Trapezunt“ galt zu Offenbachs Lebzeiten als eines seiner gelungensten Werke. Nachdem es hinter den bekannteren Titeln wie „Orpheus in der Unterwelt“ oder „Die schöne Helena“ in Vergessenheit geriet, feiert Offenbachs Jahrmarkt-Fest zum 200. Geburtstags des Komponisten seine Wiederentdeckung.

Libretto von Charles Nuitter und Etienne Tréfeu
Deutsche Übersetzung von Frank Haders-Wuthenow
Mit dem TfN-Musiktheaterensemble und der TfN-Philharmonie
Musikalische Leitung: Sergej Kiselev

Zur Historie

Das Kaiserreich Trapezunt war einer der Nachfolgestaaten des Byzantinischen Reichs und erstreckte sich zeitweise über die historischen Landschaften Paphlagonien, Pontos und Kolchis. Das Kaiserreich bestand von 1204 bis 1461.

Das Kaiserreich lag im Osten des Südufers des Schwarzen Meeres und wurde 1204 von der byzantinischen Herrscherdynastie der Komnenen gegründet, welche bereits vor der Eroberung Konstantinopels durch die Ritter des Vierten Kreuzzugs aus der Hauptstadt geflohen waren, aber bis 1204 ein separates Reich um Amastris (anatolische Nordwestküste zum Schwarzen Meer) beherrschten. Die Komnenen konnten mit georgischer Unterstützung einen Küstenstreifen erobern und halten, der strategische und politische Bedeutung hatte, weil hier wichtige Handelsrouten verliefen. Das Territorium entsprach im Wesentlichen dem ehemaligen Thema Chaldia. Ebenso wie die Rum-Seldschuken mussten sich die Komnenen 1243 nach der Schlacht vom Köse Dağ den mongolischen Ilchanen als Vasallen unterwerfen. Bis 1282 hielten sie gegen die Laskariden und Palaiologen den Anspruch auf den Titel Kaiser der Romäer aufrecht.

Das Reich und seine Hauptstadt, die heute Trabzon heißt, erlebten während des 13. und frühen 14. Jahrhunderts eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte, wovon Bauwerke wie die Kirche Hagia Sophia bis heute zeugen.

Nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen im Jahre 1453 wurde Trapezunt zum letzten Rückzugsgebiet der byzantinischen Kultur in Kleinasien, konnte sich aber nur noch wenige Jahre behaupten. Nachdem der letzte Kaiser David Komnenos vergeblich versucht hatte, mit dem Reich der turkmenischen Aq Qoyunlu, weiteren lokalen Beyliks, den Georgiern und westeuropäischen Mächten eine Allianz gegen die Osmanen zu schmieden, wurde es 1461 schließlich Teil des Osmanischen Reichs unter Mehmed II.

Erstmals erforscht wurde die Geschichte des Kaiserreichs durch Jakob Philipp Fallmerayer in seiner Geschichte des Kaiserthums Trapezunt (München, 1827–1848). Besonders aufschlussreich für die Geschichte des Reiches von Trapezunt ist seine Münzprägung, die sich einerseits an byzantinische Vorbilder anlehnt, sich andererseits an seldschukischen Vorgaben orientiert.

Theater für Niedersachsen, Hildesheim

Bildnachweis: J. Quast

Termine Spielort Karten
So 26.05.2019
um 18.00 Uhr
bis ca. 21.00 Uhr
» ics Großes Haus

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