Theater Wolfsburg

Mr. President first

Boulevard-Schauspiel von Stefan Zimmermann, mit Einführung um 18.45 Uhr

Der einflussreiche und begüterte TV-Star Edward Tishler wird von der neuen aufstrebenden Partei „Für Amerika” gebeten, als ihr Aushängeschild Präsidentschaftskandidat zu werden. Als seine junge Freundin Emely Harper neben der täglichen Pressearbeit auch noch den Wahlkampf organisieren soll, kommt es zum Konflikt zwischen beiden. Tishlers Umfragen aber schnellen in die Höhe. Olivia Sanders soll nun für den Wahlsieg sorgen. Emely befreit sich aus den Fesseln Edwards, gewinnt Selbstvertrauen und arbeitet erfolgreich bei der UNO. Längst richtet sich die Aufmerksamkeit der Presse auch auf die Ex-Freundin Tishlers. Die starke liberale Partei „Liberaldemokratisches Bündnis” entdeckt in Emely ungeahntes Potential für neue Wählergunst. Sie wird ihre Kandidatin und es kommt zum Showdown im TV-Duell vor Millionen Zuschauern …

Die auch für Normalbürger in letzter Zeit unschwer zu durchschauenden Ränkespiele der Mächtigen werden hier pointiert aufs Korn genommen. Auch eine positive Gegenkraft macht sich bemerkbar: eine Frau mit Moral und Anstand, politischer Weitsicht und Verantwortung lässt auf eine wirklich bessere Zukunft hoffen.

Mit Max Volkert Martens, Katharina Pütter, Angelika Auer, Lutz Bembenneck u. a.
Inszenierung: Stefan Zimmermann

Um 18.45 Uhr bieten wir Ihnen in unserer Cafeteria eine Einführung zum Stück an!

Wir öffnen unsere Türen für Sie bereits um 18.00 Uhr. Selbstveständlich steht Ihnen das Servicepersonal unserer Cafeteria dann bereits mit Snacks und Getränken zur Verfügung!

Kritiken:

forzheimer Zeitung zur Uraufführung:
Begeisterter Applaus – Das Stück hat Esprit und Tempo

Begeisterten Applaus gab es in der ausverkauften Kulturhalle Remchingen für die Uraufführung von „Mr. President First“. Das Stück von Autor und Regisseur Stefan Zimmermann nimmt den irrwitzigen Wahnsinn der rechtspopulistischen Politszene in den USA aufs Korn. Mit Max Volkert Martens in der Hauptrolle lieferte das a.gon Theater München ein unterhaltsames Boulevard-Schauspiel, das nun auf Tournee durch die Republik geht.

Im purpurnen Showlicht klopft Schauspieler Max Volkert Martens alias Fernsehmoderator Edward Tishler gleich zu Beginn seine populistischen Sprüche.

Max Volkert Martens ist in seiner Rolle perfekt. Er spielt den eitlen Medienstar, der viel bis alles auf sich hält. Seine Freundin Emely Harper wiederum, lebendig und frisch gespielt von Katharina Pütter, ist politisch liberaldemokratisch gestrickt. Sie erträgt aber seine Ansichten, weil sie ihn zum einen liebt, zum anderen weil Tishlers politische Meinung eben auch nicht mehr ist als ein Gag in der TV-Show. Das Stück hat Esprit und Tempo.

Stefan Zimmermann hat mit “Mr. President First” ein durchaus realistisches Szenario entworfen […] In den USA sind solche Politkarrieren gar nicht so unwahrscheinlich. Dass Freundin Emily sich von Tishler trennt und selbst für die Präsidentschaft beim politischen Gegner kandidiert, ist nachvollziehbar. Es macht das Stück auch spannend.

Autor: Sven Scherz-Schade

 

Mühlacker Zeitung zur Uraufführung:
Sehenswertes Stück mit Spannung – hervorragend umgesetzt – aktuelles und wohl auch nicht so schnell aus der Mode kommendes Stück

Beim Betreten der Halle hält man unwillkürlich Ausschau nach der Rednertribüne und wäre vielleicht nicht mal überrascht gewesen, wenn sich die haarsträubende Frisur eines Donald Trump durch die Menge geschoben hätte. Über dem Foyer der Kulturhalle Remchingen flattern amerikanische Fähnchen, die Freiheitsstatue reckt sich, und am Buffet gibt es Hamburger und Hotdogs. Was sich dann drinnen im Saal vor nahezu ausverkauftem Haus abspielt, könnte auch eine nachgespielte Dokumentation über das Werden des amerikanischen Präsidenten sein. […]

Fake News? Warum nicht, wenn sie der Sache dienen. Schließlich will Edward nur eins: Erfolg. Und dann tappt er in die Falle. Die wird ihm unter anderem vom einflussreichen Millionär Norman Craig (Lutz Bembenneck) gestellt, der für seine konservative Partei unbedingt einen neuen Präsidentschaftskandidaten braucht.
Warum nicht Edward Tishler, den smarten, kameratauglichen Naivling? Man braucht nur seine Eitelkeit etwas zu kitzeln, und schon hängt der Fisch am Haken. Den Verführer, der selbst zum Verführten wird, spielt Max Volkert Martens mit Bravour. Mit der Zeit stellt er fest, dass er verheizt wird und als Gaul vor einem Karren gespannt in jede x-beliebige Richtung getrieben wird, die ihm die Bonzen vorgeben. Freundin Emely dagegen mausert sich zur ernstzunehmenden Kandidatin. […]

Die schönsten Stücke schreibt das Leben selbst. Denn die halbstarken Sprüche etwa von Kriegen, die eine Nation nur erneuern, das Schüren von Ängsten – all das hat Stefan Zimmermann für sein aktuelles und wohl auch nicht so schnell aus der Mode kommendes Stück der Realität entnommen.

[…] ein sehenswertes Stück mit Spannung und vor allem auch von den Schauspielern hervorragend umgesetzt.

Autorin: Susanne Roth

Max Volkert Martens

stammt aus Schleswig-Holstein und begann nach dem Schauspielstudium bei den Regisseuren Hans Neuenfels und Peter Palitzsch an den. Spätere Engagements führten ihn nach Essen, an das Düsseldorfer Schauspielhaus, ans Residenztheater München, ans Staatstheater Hannover, zu Pina Bausch in Wuppertal, ans Berliner Schillertheater und an die Freie Volksbühne (West). 

Nach vielen Klassiker-Rollen stellten mehr und mehr zeitgenössische Autoren für ihn die interes-santeren Aufgaben. Etwa David Mamet, Jasmina Reza, Tankred Dorst, Botho Strauß oder Harvey Fierstein. Regisseure bei diesen Arbeiten waren u.a. Volker Hesse, Johannes Schaaf, Rolf Stahl, Walter Bockmayer, Fred Berndt. Seit Mitte der 1970er Jahre arbeitet er ebenso regel-mäßig vor der Kamera. Durch Serien wie Tatort oder Ein Bayer auf Rügen oder Alarm für Cobra 11 wurde Martens sehr bekannt. Er arbeitet für den Rundfunk, hält Lesungen und nimmt Hörbücher auf. Auch reizen ihn besonders moderne Autoren wie Uwe Johnson, Philip Roth, Paul Auster oder Maarten t'Hart. Bei a.gon war er in Ohne Gesicht und in Siegfried Lenz’ Deutschstunde zu sehen.

a.gon Theater, München

Bildnachweis: a.gon, München

Termine Spielort Karten
Di 07.05.2019
um 19.30 Uhr
bis ca. 22.00 Uhr
» ics Großes Haus

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Karteninfo

Verehrte Theaterbesucher,

der Kartenfreiverkauf sowie der Online-Kartenverkauf startet ab Dienstag, 13. August 2019!

Karten können Sie dann online bestellen sowie in unserer Theaterkasse, Porschestraße 41D von Di bis Fr von 10-18 Uhr und Samstag von 10-14 Uhr erhalten.

Richten Sie Ihre Kartenwünsche bitte an karten@theater.wolfsburg.de oder telefonisch an 05361 2673-38.