Theater Wolfsburg

Heilig Abend

Schauspiel-Thriller von Daniel Kehlmann; Einführung um 19.15 Uhr und Nachgespräch mit den Darstellern!!

24. Dezember, 22.30 Uhr. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt: Nur 90 Minuten hat Verhörspezialist Thomas Zeit, um von der PhilosophieProfessorin Judith zu erfahren, ob sie tatsächlich, wie er vermutet, um Mitternacht einen terroristischen Anschlag verüben will. Im Nebenzimmer wird Judiths Ex-Mann und vermeintlicher Mittäter schon fast zwölf Stunden lang befragt. Ermittler Thomas versucht, die eine über die Aussagen des anderen zu überführen. Aber wo endet List, und wo beginnt unzulässige Täuschung? Oder ist das Ganze doch nur eine Übung für eines von Judiths Seminaren, wie sie behauptet? Thomas hat mit Judith kein leichtes Spiel. Im Gegenteil: Sie beginnt, ihr Gegenüber mit gezielten Fragen aus dem Konzept zu bringen. Die Situation spitzt sich zu. Und die Zeiger der Uhr rücken unerbittlich auf Mitternacht zu …

In dieser spannenden Psycho-Studie spielt Daniel Kehlmann durch scharfe Figurenzeichnung und wechselnde Beziehungsdynamiken geschickt mit den Erwartungen und Ängsten der Zuschauer.  Er stellt Fragen, die zum Weiterdenken zwingen, weil sie nicht einfach und nicht eindeutig zu beantworten sind, die aber eine Antwort verlangen, weil wir nicht sicher sein können, dass sie nur unser Privatleben betreffen und nicht auch – mehr als uns lieb ist – das unserer Kinder.

Daniel Kehlmanns Schauspiel HEILIG ABEND setzt sich mit der brennend aktuellen Problematik auseinander, dass heutzutage bürgerliche Grundrechte im Namen der allgemeinen Sicherheit (z. B. zur Terrorbekämpfung) zunehmend eingeschränkt bzw. ganz außer Kraft gesetzt werden. In der Spielzeit 2018/19 ging dieses »Meisterstück modernen Theaters« (Delmenhorster Kurier) erstmals auf Gastspielreise und wurde bei der diesjährigen INTHEGA-Preisverleihung prompt mit dem 2. INTHEGA-Preis „DIE NEUBERIN 2019“ ausgezeichnet.

Mit Jacqueline Macaulay (Judith, eine Frau) und Wanja Mues (Thomas, ein Mann)
Inszenierung: Jakob Fedler

Zu dem Stück bieten wir Ihnen durch den Schauspieler Wanja Mues eine Einführung um 19.15 Uhr in der Cafeteria sowie ein Nachgespräch mit beiden Darstellern auf der Vorbühne an! Die Akteure des Zweipersonenstücks HEILIG ABEND, Jacqueline Macaulay und Wanja Mues, bieten an, den interessierten Zuschauern Rede und Antwort zu stehen und mit ihnen über diesen "ungewöhnlich sehens- und bedenkenswerten Theaterabend" (Südwest Presse) zu diskutieren.

Zwei Pressestimmen zu den Gesprächen:

»Zwei herausragend besetzte Schauspieler, die dem schwierigen Stoff auf hervorragende Weise gerecht wurden, eine kongeniale Regie und sehr viel Engagement für den Inhalt, auch in Vor- und Nachbesprechung. Ein Theaterabend, der sich zudem keinen erhobenen Zeigefinger abbricht und hochkomplexe Themen differenziert und doch verständlich darstellte.« KEVELAER Michael Nicolas, Kevelaerer Blatt, 1.2.2019

»Das Stück regte zum Nachdenken an, wie die abschließende Diskussion zeigte. Es kamen Fragen: Was sind Ursachen terroristischer Bedrohungen? Wie weit darf ein Staat gehen, um Sicherheit zu gewährleisten? Was sind im Alltag die tatsächlichen Bedrohungen?« VILLINGEN Renate Zährl, Schwarzwälder Bote, 20.12.2019

Der Bestsellerautor DANIEL KEHLMANN

Daniel Kehlmann stammt aus einer Künstlerfamilie. Er wurde 1975 als Sohn der Schauspielerin Dagmar Mettler und des Regisseurs Michael Kehlmann in München geboren. (Beim EURO-STUDIO Landgraf lief Michael Kehlmanns eindrucksvolle, in der Charakterisierung des Sultans Saladin – als gefährlicher, angsteinflößender Herrscher – zukunftsweisende Inszenierung von Lessings „Nathan der Weise“ mit Attila Hörbiger in der Titelrolle und „Komm wieder, kleine Sheba!“ des Pulitzerpreisträgers William Inge mit Inge Meysel und Siegfried Lowitz.) Daniel Kehlmanns Großvater war der expressionistische Schriftsteller Eduard Kehlmann. 1981 zog Daniel Kehlmann mit seiner Familie nach Wien, wo er nach dem Abitur auf einer Jesuitenschule an der Universität Wien Philosophie und Germanistik studierte. 1997 erschien sein Debütroman „Beerholms Vorstellung“, die fiktive Lebensgeschichte des Magiers Arthur Beerholm auf der Suche nach einer höheren, magischen Existenz. Für dieses Erstlingswerk erhielt Kehlmann den Förderpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. Da war er gerade 22 Jahre alt. Der erste Roman, mit dem er überregional Aufsehen erregte und auch international Erfolg hatte, war „Ich und Kaminski“ (2003). Sein bisher in 40 Sprachen übersetzter und über zwei Millionen Mal verkaufter Bestseller „Die Vermessung der Welt“ (2005) zählt zu den erfolgreichsten deutschen Romanen nach dem Zweiten Weltkrieg. 2009 erschien „Ruhm. Ein Roman in neun Geschichten“. 2017 kam mit „Tyll“ sein bislang jüngstes Werk heraus, eine Neuerfindung des Tyll-Ulenspiegel-Mythos (eine Bühnenadaption dieses Romans geht in der Spielzeit 2020/2021 mit der Konzertdirektion Landgraf auf Tournee). Auch als Bühnenautor hat Daniel Kehlmann Erfolg. Sein 2012 mit dem NESTROY-Theaterpreis als Autor ausgezeichnetes Debütstück „Geister in Princeton“, das 2011 als szenische Lesung im Rahmen der Salzburger Festspiele vorgestellt wurde, kam im gleichen Jahr im Schauspielhaus Graz zur Uraufführung. Die Uraufführung seines zweiten Stücks „Der Mentor“ über Schriftsteller, deren Eitelkeiten und die Abgründe des Literaturbetriebs fand 2012 im Theater in der Josefstadt Wien statt. Nach dem Theatererfolg in Bath war es 2017 auch am Londoner West End (Vaudeville Theatre) zu sehen. Kehlmanns neuestes Stück „Heilig Abend“, wie „Der Mentor“ eine Auftragsarbeit für das Theater in der Josefstadt Wien, wurde dort am 2.2.2017 uraufgeführt und spielte ab Herbst 2017 ebenfalls am Londoner West End (Theatre Royal). Zu Publikumsmagneten wurden auch Kehlmanns hoch gelobte, fundiert ausgearbeiteten Poetik-Vorlesungen (z. B. über Tolkien, Ingeborg Bachmann, Shakespeare, Karl Kraus, Büchner), die er u. a. in Mainz, Wiesbaden und Göttingen hielt. 2012 war er außerdem Gastprofessor am German Department der University of New York. Kehlmanns Rezensionen und Essays erschienen in zahlreichen Magazinen und Zeitungen (Der Spiegel, The Guardian, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Literaturen, Volltext u. a.). Kehlmann wurde mit diversen Auszeichnungen gegehrt, u. a. 2005 mit dem Candide-Preis, 2006 mit dem Preis der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Heimito-von-Doderer-Preis und dem Kleist-Preis; 2007 erhielt er den WELT-Literaturpreis und 2008 den Per-Olof-Enquist- sowie den Thomas-Mann-Preis. 2018 wurden ihm der Frank-Schirrmacher- und der Hölderlin-Preis verliehen, 2019 der Schubart-Literaturpreis. Kehlmann lebt als freier Schriftsteller in Wien, Berlin und New York, ist mit einer spanischen Diplomatin verheiratet und hat einen Sohn.

Euro-Studio Landgraf

Bildnachweis: Joachim Hiltmann; Gio Loewe

Termine Spielort Karten
Mo 13.01.2020
um 20.00 Uhr
bis ca. 21.30 Uhr
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der Kartenfreiverkauf sowie der Online-Kartenverkauf startet ab Dienstag, 25. August 2020!

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