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09:00 Uhr

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Ein „grenzwertiges“ Stück von der compagnie nik

In der mexikanischen Wüste öffnet sich für drei Minuten ein Grenzzaun. Seit Jahrzehnten getrennte Familien können sich im trockenen Flussbett des Rio Bravo begegnen. Dann schließt sich der Zaun wieder und trennt die Menschen erneut. Welche Emotionen dieser kurzen Zeitspanne vorangehen und welche sie hinterlässt, was im Flussbett passiert, all die möglichen Tränen, Wünsche, Worte und Berührungen erforscht die compagnie nik, indem sie nach Mexiko fährt, Fluchtrouten folgt und mit Betroffenen in den Grenzstädten Juárez und El Paso spricht. Auf dem Rückweg quer über den Atlantik entsteht auf dem Schiff die Spielfassung.

Zwei Schauspieler, die die Magie und die Last des Moments erkunden, auf einer nackten Bühne, auf der eine Uhr rückwärts läuft. Es entsteht ein Sinnbild für die vielfache Teilung dieser Welt an allen Grenzen, gleichgültig, ob diese aus Beton und Stahl, oder aus Worten und Meinungen errichtet sind. Drei Minuten Freiheit, bevor Gesetze und Behörden sie wieder zu Objekten einer beliebigen Linienziehung machen.

Mit Lydia Starkulla und Niels Klaunick Inszenierung: Dominik Wilgenbus compagnie nik, München

ab 13 Jahre, Dauer ca. 70 Minuten

Anschließend Publikumsgespräch

compagnie nik, München

TermineSpielortKarten